Abstract

Der Begriff „Outsourcing“ scheint heutzutage in vielen Bereichen allgegenwärtig.
Im Wesentlichen bedeutet er, dass ein Unternehmen auf Dienstleistungen oder Ressourcen Dritter zurückgreift, um Aufgaben, die ursprünglich das eigene Unternehmen erfüllen muss, weiterzugeben. In Zeiten, in denen die Hersteller von Arzneimitteln mit stetig wachsenden Anforderungen an das Produkt und sich selbst sowie der steigenden Komplexität der durchzuführenden Aufgaben konfrontiert werden, ist die Auftragsvergabe an Dritte mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Besonders gerne wird hierbei neben der Lohnherstellung die Analytik, meist innerhalb der Qualitätskontrolle, aber auch im Bereich der Zulassung oder Entwicklung, an Auftragslabore weitergegeben. Dies erfolgt aufgrund limitierter technischer und personeller Ausstattung oder aus den rein wirtschaftlichen Aspekten, die damit zusammenhängen. Die Wege, die bis zur erfolgreichen Durchführung eines Projektes durch Dritte gegangen werden müssen, können durchaus so manchen Stolperstein zwischen dem Entschluss einen Auftrag weiterzugeben, der Suche nach einem geeignetem Partner und der letztendlich erfolgreichen Durchführung durch diesen, verstecken. Essentiell für den Erfolg der vergebenen Projekte bzw. Analysen ist hierbei jedoch nicht nur die Qualität des beauftragten Labors, sondern auch die gute Zusammenarbeit zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer, wobei gerade die richtige, unmissverständliche Kommunikation einen wichtigen Stellenwert einnimmt.

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Outsourcing von Analytik in der Pharmaindustrie

Die Wasserbestimmung nach Karl-Fischer gehört zu den Standardverfahren im analytischen Labor und ist gleichzeitig die wichtigste Methode zur Bestimmung des Wassergehalts. Dies liegt vor allem an ihrer hohen Selektivität im Vergleich zu traditionellen Verfahren wie beispielsweise die Trocknung im Trockenschrank, welche viele potentielle Fehlerquellen bietet.

Das Prinzip der Reaktion ist, dass Schwefeldioxid nur in Anwesenheit von Wasser mit dem Iod reagiert, so kann das Wasser in Gegenwart von Schwefeldioxid und einer organischen Base mit Iod titriert werden.

Bunsen-Gleichung (bei Abwesenheit von Alkoholen)

2 H2O + SO2 + I2 → H2SO4 + 2 HI

In Anwesenheit von Methanol

H2O + I2 + SO2 + CH3OH + 3 RN → [RNH]SO4CH3 + 2 [RNH]I [1]

(RNH)·(CH3OSO2) + I2 + H2O + 2 RN → (RNH)·(CH3OSO3) + 2 (RNH)·I [2]

Früher wurde meist die Base Pyridin verwendet, mittlerweile werden jedoch besser geeignete Amine verwendet.

Während früher allein die volumetrische Methode nach Karl-Fischer genutzt wurde, wird heute meist die coulometrische genutzt. Beide Bestimmungen erfolgen iodometrisch und sind mittlerweile standardmäßig automatisiert. Während bei der volumetrischen Methode das Iod zutitriert wird, wird bei der coulometrischen Methode das Iod aus Iodid oxidiert. Durch das Anlegen einer Spannung kann gemessen werden ab welchen Punkt das Iod nicht mehr mit dem Wasser abreagiert, sondern mit dem Iodid ein Redoxpaar bildet.

Die Applikationen bieten ein vielfältiges Analysenspektrum von anorganischen und organischen Feststoffen, Flüssigkeiten und Gasen, sowie Proben mit komplexen Matrizes.

Praktisch stellt es sich so dar, dass die coulometrische Titration nach Karl-Fischer für feste, flüssige und gasförmige Proben im Arbeitsbereich von ca. 10µg bis 5 mg Wassergehalt und die volumetrische Titration für flüssige und gasförmige Proben mit ca. 200µg bis 50 mg Wassergehalt geeignet sind.

Bei HHAC stehen beide Methoden mit vielen Applikationen für unterschiedliche Fragestellungen zur Verfügung.

Um die Leistungsfähigkeit des eigenen Labors auch im Bereich Restlösungsmittelbestimmung mittels Head-Space Gaschromatographie zu dokumentieren, hat die HHAC Labor Dr. Heusler GmbH an einem von der EDQM angebotenen Ringversuch teilgenommen.

Im Rahmen des Ringversuchs musste der Gehalt an Ethylacetat im Wirkstoff Sultamicillin (Monographie Ph. Eur. 04/2008:2211) bestimmt werden. Nur 86,5% der 52 Teilnehmer berichteten zufriedenstellende Ergebnisse. Mitarbeiter der HHAC Labor Dr. Heusler GmbH ermittelten genau den als richtig festgelegten Mittelwert mit einem hervorragenden z-Score von -0,03.